Umbruchszeiten: Neustadter Jugendliche holen bundesweit 2. Platz bei Wettbewerb zur deutsch-deutschen Geschichte
Shownotes
Heute lernen wir eine Gruppe Jugendlicher aus Neustadt bei Coburg kennen, die sich mit einem außergewöhnlichen Projekt auf die Spuren der deutsch-deutschen Geschichte begeben haben. Gemeinsam mit Alexander Herr von der Jugendpflege Neustadt haben sie die ehemalige Grenzregion zwischen Neustadt und Sonneberg erforscht, Zeitzeugen interviewt und daraus eine digitale Ausstellung entwickelt. Und das i-Tüpfelchen: Aus dieser spontanen Idee ist ein bundesweit ausgezeichnetes Projekt geworden.
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00:00:00: Manchmal
00:00:05: reicht
00:00:06: eine einzige kleine E-Mail, um etwas ganz Besonderes ins Rollen zu bringen.
00:00:11: Jugendliche aus Neustadt bei Koburg haben sich mit einem Stück deutscher Geschichte beschäftigt und sind mit ihrem Projekt – ich habe es gerade schon gesagt deutschlandweit ausgezeichnet worden.
00:00:21: Und das, obwohl viele von ihnen selbst einen Migrationshintergrund haben und die Zeit der deutschen Teilung eigentlich nur aus Erzählungen kennen!
00:00:31: Wir wollen jetzt erstmal kurz dieses wunderbare Team vorstellen – wer war alles
00:00:35: beteiligt?
00:00:36: Ich bin der Alex, ich bin dreiunddreißig unter Jugendpfleger hier in Neustadt.
00:00:39: Ich bin die Bärin, ich komme aus Neu-Stadt.
00:00:48: Und dann waren da ja noch ein paar mehr.
00:00:49: Genau, uns war der Raul, die Roberta, die Stella und der Jachjaer...
00:00:53: ...und unsere Alba, die Berufspraktikanerin bei uns in der Jugendpflege!
00:00:56: Alex mit dir fange ich mal an?
00:00:58: Du hast irgendwie von diesem Wettbewerb erfahren.
00:01:00: Die Überschrift hieß Umbruchszeiten Deutschland im Wandel seit der Einheit.
00:01:06: Was hat dich daran sofort gereizt?
00:01:09: Also ich habe es quasi per Mail erfahren von unserem Oberbürgermeister oder damaligen Oberbürgermeister.
00:01:15: Mich hat sofort die Nähe an Sonneberg natürlich gereizt, also Neustadt Sonneberge in Hand-in-Hand.
00:01:20: Wir haben ja auch gemeinsame Festivals wie zum Beispiel das Puppenfestival wo wirklich stark zusammen kooperiert wird und da habe ich gedacht es können wir doch zusammen reinbringen.
00:01:29: durch die nähe schreibt sich das quasi von selbst.
00:01:33: Kannst du nochmal ganz kurz erklären auch was die Aufgabe war?
00:01:36: Also was die Thematik war
00:01:38: Fragestellung quasi war neue Begegnungen.
00:01:41: Also wir sollten uns daran zurückerinnern damals an den Mauerfall und sollten aber nicht die Geschichte noch mal neu aufrollen, sondern eben darüber berichten was für Neue Begegenungen, neue Freundschaften, neue Interessen entstanden sind.
00:01:54: Und da haben wir natürlich gleich dran gedacht.
00:01:56: Die Freundschaft zwischen Bürgermeister Sonnenberg Oberbürgermeisters Neustadt Zeitzeugen haben wir alles in Neuestadt vorhanden.
00:02:03: Eben wegen dieser Nähe zu Sonneberg
00:02:06: Du kennst deine Papenheimer, du sagst mir so schön in Neustadt.
00:02:09: Du hast dir dann auch überlegen müssen sind da unter den Jugendlichen die ich da so habe und die ich das so kenne?
00:02:16: Sind da welche, die vielleicht Bock drauf hätten und die Lust hätten sowas anzugehen?
00:02:21: Offensichtlich waren die richtigen da obwohl – und das erwähne ich jetzt an der Stelle mal gar nicht alle Neustatter sind sondern aus allen möglichen Ecken und Ländern Kosovo Türkei Rumänien Syrien und Deutschland.
00:02:35: Genau, wir haben ein gemischtes Publikum bei uns im Jugendzentrum.
00:02:39: Ich habe da auch gar nicht lange überlegt wen ich als Fragen kann sondern bin mit der Idee in den Jugendreff.
00:02:44: und die sechs und dann am Ende ja sieben Jugendlichen die teilgenommen haben das sind unsere Stammgäste quasi die immer da sind und da bin ich halt rein aufs Hotel.
00:02:53: da gibt es einen Projekt könnte man mitmachen?
00:02:56: darum geht's Schalain, während ich das ausgeführt haben.
00:03:01: Ich war noch gar nicht fertig.
00:03:03: War super!
00:03:04: Hat Spaß gemacht und dann hat sich gleich die Gruppe gefunden sechs Leute Stammgäste im Jugendzentrum Und dann sind wir gleich so ins Rennen gegangen.
00:03:12: Also dann scheint hier aber was wirklich richtig gut zu laufen.
00:03:15: weil ich glaube an anderen Stellen würde ich jetzt einfach mal behaupten muss man vielleicht erstmal noch ein bisschen mehr Überzeugungsarbeit leisten Weil es war ja auch klar dass da Arbeit auf die zukommt und dann heben echt gleich welche die Hand.
00:03:26: Es ist ja perfekt.
00:03:28: Als ihr dann zusammen überlegt habt, wie erzählen wir jetzt diese Geschichte?
00:03:33: Wie gehen wir das Projekt an.
00:03:35: Was war da so?
00:03:36: die erste Idee?
00:03:37: Wir wollten oder es war den Jugendlichen wichtig, dass es in Form eines Videofomates wird am Ende.
00:03:44: Wir selbst aber haben damit ja weniger Erfahrung.
00:03:46: Das Einzige was nur Felix sagt ist, dass sie professionell gemacht haben wollen.
00:03:50: also was nicht möglich wäre wären so Shortcut TikTok-Videos, sondern das sollte schon zusammenhängen sein.
00:03:59: Da haben wir uns orientiert an den Videos, die es gibt.
00:04:02: Aber wir haben nicht so viel Erfahrung und mit der Idee bin ich zu Nektiv
00:04:06: vorgegangen.".
00:04:07: Und was dann daraus wurde?
00:04:09: Das erzählen wir in den nächsten anderthalb Stunden hier auf Radio Eins!
00:04:17: Menschen aus der Region –
00:04:19: Der Talk
00:04:20: bei Radio Eins.
00:04:22: Viele verbinden Jugendtreffs wahrscheinlich mit Freizeitgestaltung, Musik oder einfach netten Zusammensein mit Freunden.
00:04:29: Aber die Gruppe von der Jugendpflege aus Neustadt und die es heute hier im Sonntagstalk geht hat sich für was ganz anderes entschieden.
00:04:37: Ein Haufen Jungs und Mädels hat einige Wochen Freizeits in ein ganz besonderes Projekt gesteckt – den bundesweiten Jugendwettbewerb.
00:04:45: Umbruchszeiten Deutschland im Wandel seit der Einheit!
00:04:50: Bären, Orges und Linus haben sich bereit erklärt.
00:04:52: Und mal ein bisschen was darüber zu erzählen!
00:04:55: Ich würde zu allererst gerne wissen von euch als der Alex euch von diesem Wettbewerb erzählt hat... Was habt ihr an dem Projekt gereizt und neugierig gemacht?
00:05:05: Also Alex hat mit uns darüber geredet, was der Preis wäre, was wir erreichen könnten.
00:05:11: Als kam das Wort Ausflug nach Berlin.
00:05:14: Das war
00:05:14: eigentlich unser erstes Ziel.
00:05:16: Danach war einfach das Preiskalt wichtig damit wir das Jugendzentrum erneuern können.
00:05:20: Bei mir war's auch direkt, als ich Berlin gehört hab.
00:05:23: War mir das Preisgeld eigentlich komplett egal und mir war es persönlich nur wichtig, dass Berlin
00:05:29: war
00:05:30: als
00:05:30: Ziel.
00:05:31: Da gibt noch andere Motivationsgründe?
00:05:33: Ich war ja an sich erst mal gar nicht im Jugendzent rum.
00:05:37: Ich habe über Nectv erst erfahren, dass es diesen Wettbewerb gibt.
00:05:41: Ich mach da nämlich mein freiwilliges soziales Schuljahr Und da hat mich dann mein Leiter angesprochen und hat gesagt, hey das Jugendzentrum hat einen Wettbewerb teil.
00:05:53: Ob ich da vielleicht was helfen will?
00:05:55: Ja es wäre ein voll cooles Projekt!
00:05:57: Da hab' ich mir das angehört und da war ich auch dabei.
00:05:59: Dann haben wir das zusammen
00:06:00: gemacht.".
00:06:01: Hattet ihr denn vorher in irgendeiner Form euch schon mal intensiver mit diesem Thema, mit der deutschen Teilung, Wiedervereinigung, Grenznee etc.
00:06:12: beschäftigt?".
00:06:13: Ja, also in der Schule.
00:06:15: Geschichte ist einfach interessant.
00:06:16: Deswegen dachte ich mir einfach ... Ich mach damit umso weils ... Ich war auch sehr begeistert davon.
00:06:20: und ja... Also
00:06:22: wenn ich auf dem Weg zum Markhoff bin dann gibt's eine Säule Und da stehen so Informationen über den Mauerfall.
00:06:28: Da hab' ich immer kurz aus dem Fenster geschaut Um mich informiert.
00:06:31: wär sonst nichts eigentlich.
00:06:33: Dann habt ihr euch da reingeschmissen?
00:06:35: Habt euch natürlich erst mal intensiver mit der Geschichte auseinandersetzen müssen.
00:06:40: Wir denken jetzt einfach mal schon so ein bisschen weiter ins Projekt rein und hinter das, was ihr euch dann alles vorgenommen habt.
00:06:46: Im Detail gehen wir nachher noch drauf ein.
00:06:48: Gab's dann irgendwann auch mal Zweifel?
00:06:50: Dass er gesagt hat oh Gott!
00:06:51: Jetzt haben wir aber echt schnell irgendwie zugesagt dass wir da mitmachen und es artet jetzt in Arbeit aus.
00:06:58: Also... Es gab eine Zeit wo ich Zweifeln hatte weil zum Beispiel wir haben gefilmt bei minus drei Grad oder so.
00:07:08: Wir haben gefroren und es war einfach schlimm, also es war sehr kalt.
00:07:11: Die Kälte okay?
00:07:13: Und die Dreharbeiten?
00:07:14: Eigentlich haben wir sehr schnell... Also viel gearbeitet und auch sehr schnell.
00:07:18: Bei mir gab's eigentlich nicht so viel.
00:07:20: Wir haben sehr viel zusammengehalten und das war im Gegenteil.
00:07:23: Es war schön, zusammenzuarbeiten!
00:07:25: Wir gehen natürlich nachher ausführlich darauf ein was bei euren Recherchen, bei unseren Interviews etc.
00:07:31: alles rausgekommen ist.
00:07:33: Aber jetzt schon mal ganz kurz, was hat euch persönlich am meisten überrascht?
00:07:37: Gibt's da was?
00:07:38: Also als wir ein Interview mit der Frau Ölas hatten.
00:07:42: Dazu kann der Alex eigentlich noch mehr erläutern, wer das ist.
00:07:46: Hat sie erwähnt, dass sie anstehen musste, also drei Stunden lang für eine Banane.
00:07:51: und es hat mich wirklich echt schockiert weil hier in Neustadt, wie kennt ihr es alle, jetztiger Zeit, Bananen sind was volles normales.
00:07:58: Das sind Sonneberg so etwas nicht mal gab oder dass man da anstehnen musste.
00:08:03: Das war für mich sehr interessant.
00:08:05: Klären wir mal kurz auf, Alex!
00:08:07: Wer das ist?
00:08:08: Die genannte Dame?
00:08:09: Genau also die Frau Öllas ist jetzt eine Lehrerin im Anhalt-Gymnasium.
00:08:11: Früher war sie Teenagerin zu dem Zeitpunkt des Mauerfalls und ist dann quasi mit ihrer Familie von Sonneberg nach Neustadt gezogen.
00:08:18: Und dadurch haben wir natürlich Sie als Interviewpartner angefragt weil sie aus der Sicht eines Jugendlichen erzählen konnte.
00:08:25: Genau das gleiche Alter wie meine Jugendliche jetzt.
00:08:27: Hast du noch irgendwas was wo du sagst so?
00:08:29: Das war mein Wow Effekt.
00:08:31: Also ein Wow-Effekt war auf jeden Fall, ich hab den Bürgermeister von Sonneberg interviewt.
00:08:36: Den Doktor folgt und also ich habe mich sehr gut mit ihm verstanden.
00:08:41: und so er ist ein echt Klassiker.
00:08:44: Und das war der Wow Effekt?
00:08:45: Weil du nicht gedacht hast dass sein Bürgemeister so nett sein
00:08:48: kann?
00:08:49: Habe ich ehrlich nicht gedacht!
00:08:50: Ich glaube ich hätte...also ich habe ehrlich gedacht dass sie viel seriöser drauf sind aber
00:08:55: er war
00:08:56: cool drauf.
00:08:57: Sehr schön Das hört er bestimmt gerne, wenn er das im Radio hört.
00:09:01: Ja!
00:09:01: Erfrischende Offenheit und Neugier – also der Anfang.
00:09:06: Wie die Jugendlichen aus Neustadt recherchiert, ihre Interviews geführt und Filme gedreht haben?
00:09:11: Dazu hören wir gleich mehr kurz nach halb elf.
00:09:17: Ihr hört den Sonntagstalk bei Radio Eins.
00:09:20: Heute geht es um ein außergewöhnliches Jugendprojekt aus Neustadt.
00:09:24: Jugendliche haben sich für einen bundesweiten Wettbewerb mit der Geschichte, der wieder vereinten Grenzregion Neustad Sonneberg beschäftigt.
00:09:33: Dafür haben sie recherchiert, Interviews geführt und einen virtuellen Ausstellungsraum gestaltet – obwohl viele von ihnen vorher mit Film oder Medienarbeit eigentlich kaum Erfahrungen hatten!
00:09:45: Aber die Jungs und Mädels der Jugendpflege Neustadt haben sich mit ihrem Projekt über Neustatt und Sonneberg den zweiten Platz ergattert.
00:09:52: Bundesweit, angeleitet von ihrem Jugendpfleger Alexander Herr.
00:09:57: Alex Deutschland im Wandel seit der Einheit – das war das Thema!
00:10:01: Ihr habt daraus gemacht Vergangenheit trifft Gegenwart Und ihr habt euch für Interviews mit Zeitzeugen und den Bürgermeistern aus Neustad und Sonnenberg entschieden.
00:10:10: Warum?
00:10:11: Also generell ging es darum, dass wir darstellen wie die damalige Zeit Freundschaften geschlossen hat und wir wollten auch einfach aufzeigen.
00:10:20: Wie Menschen miteinander agieren?
00:10:22: Und wie kann man das am besten auf zeigen?
00:10:24: indem man des Oberhaupt der Stadt A nimmt und des Oberhochers der Stadt B und wie die miteinander kooperiert oder zusammengearbeitet haben.
00:10:32: Und beim Herrn Rehpahn war das eine ganz andere Ausgangssituation.
00:10:36: Er ist ja dann quasi frisch danach, klingt jetzt übertrieben aber sechs Jahre später wurde er Bürgermeister der Stadt Neustadt und in Sonneberg war es ja ganz anders.
00:10:45: also der Bürgermaster von Sonneberger hat ja ganz andere Aufgaben.
00:10:48: die hat uns da noch alle geschildert von denen wir überhaupt keine Ahnung hatten.
00:10:51: Das waren Begriffe die haben wir als so halt aus dem Geschichtsunterricht gehört und das was sehr interessant.
00:10:56: und dann hatten wir auch die Zeitzeugen die wir gegenüber gestellt haben wie gesagt die Frau Ölers als Teenagerin Und eben noch meinen Vater tatsächlich, den Xaver her.
00:11:05: Der damals an der Grenze gestanden hat von Bayerischen Roten Kreuz aus und die Leute mit Decken ausgerüstet hat ihnen dieses Begrüßungsgeld ausgereinigt hat, das man auch bekommen hat wo dann Leute nach Neuschel gegangen sind und haben ganz viele Sachen gekauft.
00:11:18: aber eben auch dann da aus der Perspektive berichtet ich habe zwar den Menschen geholfen aber es gab auch negative Seiten.
00:11:25: auch die Hammer erläutert zum Beispiel der Therapiegestank in Neustadt bei Groberg, wo plötzlich alles vernebelt war.
00:11:31: Aber auch daraus ist wieder eine Freundschaft entstanden die bis heute anhält.
00:11:35: Bei der Frau Ölers genauso.
00:11:37: Freundschaften entstanden, die bis Heute anhalten.
00:11:39: Das war nämlich immer die Frage, die wir am Ende gestellt haben.
00:11:42: Welche Freundschaft oder welche Begegnung haben Sie geschlossen zu dem Zeitpunkt, den sie heute nicht mehr vermissen wollen würden?
00:11:48: Wie war denn die Aufgabenverteilung?
00:11:50: Also der Alex hat uns in zwei Dreiergruppen eingeteilt.
00:11:54: Die eine Gruppe hat den Theorie-Teil fertig gemacht, die andere haben Bilder ausgesucht.
00:11:58: Die anderen waren besser im Interview und die Anderen waren besser in den Recherchieren.
00:12:03: Wir hatten die Fragen.
00:12:04: Was wir fragen wollen, haben wir auch schon davor geklärt.
00:12:07: Aber es gab auch Teamwork natürlich also als ganze Gruppe.
00:12:10: Jetzt kommt der Linus wieder in die Runde sozusagen.
00:12:14: Erzählen mal einfach Linus was war deine Aufgabe in dem Projekt?
00:12:17: Also man hat dich gebraucht weil du ein bisschen Fernseherfahrung bei Nectv gesammelt hattest oder
00:12:23: Ja genau, ich war quasi der Kameramann.
00:12:26: Der Tonmann.
00:12:27: Ich hab auch geschnitten.
00:12:28: Die Vorbereitung haben alle anderen gemacht und ich war nur noch aufnehmen und schneiden.
00:12:35: Ich habe deswegen trotzdem viel übers Thema gelernt weil ich mir die ganzen Texte mit durchgelesen hab, weil ich wissen musste was sie vor der Kamera sagen.
00:12:43: So
00:12:43: wie ihr das schildert klingt es eigentlich alles ganz locker und easy.
00:12:48: Aber Alex, es gab schon ziemlich harte Auflagen was diesen Wettbewerb anging.
00:12:53: Voraussetzungen, Zeitbegrenzungen, Längen-Begrenzungen... Das hat euch dann doch auch echt herausgefordert ne?
00:13:00: Also am Anfang haben wir erst mal einen krassen Zeitdruck gehabt.
00:13:03: Wir haben ja erst im November davon erfahren Haben dann quasi das Arbeiten angefangen.
00:13:08: Dann war ja die Weihnachtsferien Schließzeiten und so weiter.
00:13:11: Und mussten ja schon Ende Januar das Projekt abgeben, also die Zeit ist gerannt.
00:13:15: Ich habe mich mit Leuten aus Berlin dann ein bisschen unterhalten mit Lehrern, die gesagt haben wir arbeiten seit September an unserem Projekt durchgedenkt.
00:13:22: Wir nicht!
00:13:22: Aber dennoch sind wir hier.
00:13:24: Also toll erstmal Zeitdruck krass gewesen.
00:13:26: Dann die Auflagen wie er.
00:13:28: durch diesen drei D Raum liefen wir am Anfang nicht unter einem Videoprojekt.
00:13:32: Das heißt wir hatten keine Zeitbegrenzung.
00:13:34: Haben dann das Video geschnitten auf gute Dann haben wir das abgegeben oder wollten es abgeben.
00:13:42: Und dann haben wir die Nachricht aus Berlin bekommen, äh nee, drei D-Raum doch jetzt Videobereich.
00:13:48: Neunzehn Minuten maximal!
00:13:50: Dann habe ich den Linus wieder angerufen nachts und hab gesagt Linus morgen nach der Schule treffen uns bei dir bei NECTV und schneiden noch bis abends.
00:13:58: Es ist ja kurzfristig, es darf eigentlich niemandem erzählt.
00:14:01: Aber das hat er wirklich klasse gemacht und so konnten wir die Auflagen erfüllen und im Ende dann dieses Projekt abgeben.
00:14:08: Also von sechzig Minuten auf neunzehn runter gekürzt?
00:14:11: Wie viele Nächte hast du dir um die Ohren geschlagen Linus?
00:14:13: Insgesamt haben wir glaube ich noch mal drei Tage oder so haben wir das umgeschnitten Und ich habe schon abends oder nachts hab ich mir manchmal schon Gedanken gemacht was könnte ich jetzt oder wie könnten wir das noch machen?
00:14:24: Was können wir noch rausschneiden?
00:14:26: Da mag ich den Spruch von meinem Leiter.
00:14:30: Kürzen geht immer!
00:14:35: Die Geschichte des Wiedervereinten Deutschlands ist noch lange nicht auserzählt und auch junge Leute, die die nineteenhundert neunziger Jahre gar nicht selber erlebt haben können Interesse an dieser Zeit entwickeln zum Beispiel durch einen bundesweiten Wettbewerb zum Thema.
00:14:51: so geschehen in Neustadt.
00:14:53: Ein bisschen Hilfe von Nectv gab es, aber ansonsten hat die Gruppe von Jugendlichen aus Neustatt ihre Filmidee über die ehemalige Grenzregion Neustad-Zonneberg selber entwickelt und umgesetzt.
00:15:06: Alexander Herr ist der begleitende Jugendpfleger und Alex mich interessiert wie seid ihr denn auf diese Idee eines virtuellen drei D Ausstellungsraums gekommen.
00:15:16: zu diesem Thema?
00:15:17: Also, als ich damals das Gespräch mit man dort war und geführt habe von NeckTV hat er uns Möglichkeiten aufgezeigt.
00:15:24: Er hat gesagt ein Videoformat ist denkbar was auch denkbar isst folgendes.
00:15:29: und dann hat er sein Laptop aufgemacht und hat mir das gezeigt.
00:15:32: Und in dem Moment war ich mir eigentlich schon sicher dass es die Jugendlichen sehr cool finden würden.
00:15:36: Dreideeraum bedeutet man geht in einen virtuellen Raum kann sich umschauen durch die Maus und klickt auf einzelne Bilder drauf Und dann öffnet sich ein Videoformat oder ein Bild, dann läuft man in den nächsten Raum und da ist wieder anderes ausgestellt.
00:15:50: Diese Möglichkeit schon allein war für mich komplett neu.
00:15:53: Ich fand es richtig cool um mit dieser Idee... ich weiß gar nicht ob ich's überhaupt bis zum Ende aus formulieren konnte aber die Jugendlichen haben sehr schnell gesagt das machen wir!
00:16:02: Das war die Lösung.
00:16:03: und dann konnten wir die Videoformate So platzieren, also der Linus hat ihr dann auch so geschnitten dass in die einzelnen Fenster gehört.
00:16:11: Wir haben es dann quasi genannt Fenster eins, Fenster zwei und das wurde dann von Nectv bzw.
00:16:15: vom Linus eingebaut und das war ein richtig tolles Entsteigen.
00:16:19: Kannst du uns Linus diesen drei D Ausstellungsraum nochmal ein bisschen bildhafter schildern?
00:16:24: Dass man eine Vorstellung hat.
00:16:26: Also im Grunde ist es wie ein kleines Museum von innen.
00:16:30: Etwas moderner zwar, aber man kann trotzdem durch die Räume laufen und es fühlt sich trotzdem an als wärst du in einem normalen Geschichtsmuseum.
00:16:40: Aber es ist halt von Jugendlichen dargestellt.
00:16:43: Man wird dann durch Pfeilen, durch den Raum geführt.
00:16:46: Am Anfang kommt natürlich die Vorstellung wer wir sind was wir machen.
00:16:49: Dann am nächsten Raum sind dann die Interviews.
00:16:53: Also man sieht da ein Bild zum Beispiel von mir und dem Bürgermeister.
00:16:56: Und wenn man da draufklickt, dann kann man ins Interview reingehen also... Und dann im nächsten ist unser Auto dann da.
00:17:03: Dann erzählen wir halt noch im kurzen Allgemeinen was wir gerade gemacht haben, was wir vorstellen wollten.
00:17:09: Da ist ordentlich Freizeit geopfert worden während dieser Wochen als euer Projekt entstanden ist.
00:17:15: Erinnert euch mal worauf musstet ihr in dieser Zeit alles verzichten?
00:17:19: Was habt ihr
00:17:19: vermisst?!
00:17:20: Mein warmes Bett!
00:17:23: Ich hab mein Wammesbett echt damit sehr vermisst, weil es war richtig kalt auf dem Weg dahin.
00:17:28: Also ich feier mit dem E-Scooter dahin und bin da eingefroren.
00:17:32: Und dann hatte ich meinen Schlaf.
00:17:34: Weil ich habe da echt viel Schlafe geopfert dafür.
00:17:37: Es war auch Abend- und Nachtarbeit sozusagen bei dir?
00:17:41: Also das Training, Fußballtraining ... Mit Freunden rausgehen und wie schon die Bering gesagt hat, mein Bett aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt.
00:17:51: also Jede Minute darf ich nicht schlafen, konnte er sich gelohnt.
00:17:55: Genau zu dem Punkt von der Bäre noch.
00:17:56: Der Kälte war ein lustiger Punkt.
00:17:59: Wir haben quasi die Top-Sehenswürdigkeiten beider Städte darstellen wollen unter anderem im War bei Sonneberg.
00:18:03: Die Sternware hat damit aufgeführt und wir wollten dort mit dem Jugendbus hochfahren Und wir sind einfach nicht hochgekommen!
00:18:10: Der Schnee war so hoch... Wir haben es probiert, wir sind dann wieder runtergerutscht und haben gesagt ne das lass mal jetzt.
00:18:15: Ich habe den Besitzer angeschrieben der Sternware der uns die Bilder zur Verfügung stellt.
00:18:19: sehr nett
00:18:20: Es war halt tiefster Winter und die Sternwarte ist weit oben, Neufang ist weit obend.
00:18:24: Das stimmt!
00:18:25: Ja was hat euch immer wieder motiviert trotzdem weiterzumachen?
00:18:28: Also wie gesagt der Ausflug hatte ich jetzt mal nach Berlin.
00:18:31: das war so wirklich so egal was kommt.
00:18:34: einfach weitermachen
00:18:34: weil... Die Monate davor haben wir uns gefreut um nach Berlin zu gehen.
00:18:39: jeden Monat haben wir gesagt nur noch drei Monate nach Berlin nur noch zwei Monate nach berlin danach was oh einen Tag vor Berlin und
00:18:45: dann.
00:18:45: Wobei es total lustig ist, dass ihr immer Berlin als Vision hattet und ja eigentlich gar nicht klar war ob ihr überhaupt nach Berlin kommt weil ja nur die besten nach Berlin fahren durften oder?
00:18:56: Vielleicht haben wir das schon gespürt aber man muss man muss echt sagen also die Freude auf berlin.
00:19:00: natürlich hat man das auch mit am Anfang besprochen und oft sind wir auch dann an des thema ran und gesagt haben wir machen jetzt halt eine schöne Zeit!
00:19:07: Wir versuchen so bestes wir machen einen richtig schönen Raum.
00:19:10: wenn's für berlin reicht cool Dann ist es halt so.
00:19:15: Insgeheim sind bei mir schon im Hintergrund die Vorbereitungen gelaufen, dass wir doch nach Berlin kommen.
00:19:20: also wir wären definitiv nach Berlin gegangen.
00:19:22: aber davon wissen die Jugendlichen nichts das erfahren sie gerade zum ersten Mal.
00:19:25: Aber so war's natürlich umso schöner.
00:19:27: und dieses gemeinsame Ziel diese intensive Gemeinschaftsarbeit hat ja auch echt zusammengeschweißt merkt man.
00:19:34: da frage ich speziell auch mal dich Linus.
00:19:36: Also ich habe ja vorher nicht zur Gruppe wirklich dazugehört.
00:19:39: Ich kannte schon ein paar Leute Aber als ich dann dieses Projekt zusammen mit der Gruppe gemacht habe, hab' ich mich dann auch wirklich so gefühlt, als wäre ich ein Teil von denen.
00:19:50: Als wär ich schon immer im Jugendzentrum gewesen!
00:19:53: Und du bist immer noch ein Teil davon hoffentlich oder?
00:19:55: Es ist ja schon bisschen her...
00:19:56: Ich bin immer noch einen Teil und fühle mich auch immer noch wohl in der Grupe.
00:20:00: Gemeinsam Herausforderungen zu meistern – das verbindet einfach!
00:20:04: Welche Eindrücke?
00:20:05: die Gespräche mit den Zeitzeugen aus Neustadt und Sonneberg bei den Jugendlichen hinterlassen haben.
00:20:10: Darüber sprechen wir unter anderem in der nächsten Stunde.
00:20:18: Ja,
00:20:18: und das heute mit einer ganz tollen Truppe!
00:20:21: Jungs und Mädels aus Neustadt bei Koburg, die sich regelmäßig im Jugendzentrum treffen – ja, die dann einfach beisammen sind und sie natürlich auch nicht austauschen, gemeinsame Projekte starten einen wirklich tollen Erfolg feiern konnten, nämlich Platz zwei bei einem bundesweiten Wettbewerb.
00:20:41: Da ging es um die Geschichte der ehemaligen Grenzregion zwischen Neustadt und Sonneberg – wir haben ja jetzt schon einiges gehört!
00:20:49: Und spannend dabei ist eine absolute Multikultigruppe, die da im Jugendzentrum in Neuestadt zusammen Besonderes geleistet hat.
00:20:57: Vier Nationen waren vertreten, ein hundertprozentiger Migrationshintergrund.
00:21:01: Meine Jugendlichen sind aus allen Bildungsschichten der Schulen quasi vertreten, also von der Mittelschule bis zum Gymnasium alle dabei und verstehen sich untereinander einfach so blendend.
00:21:11: Weil sie halt auch hier schon viel Zeit miteinander verbringen mit mir viel Zeit verbringen.
00:21:16: Das ist es schön an meiner Arbeit, dass da so unterschiedliche Nationen und soziale Voraussetzungen aufeinandertreffen.
00:21:24: Und die so gut ineinander gefügt werden, dass dann am Ende sowas entsteht.
00:21:28: Da bin ich sehr stolz drauf!
00:21:29: Das kann auch sein der Jugendpfleger Alexander Herr.
00:21:32: für eine digitale Ausstellung haben die Jugendlichen mit Zeitzeuginnen aus Neustadt und Sonneberg gesprochen und so erfahren wie das Leben auf beiden Seiten der ehemaligen Grenze aussah durch die Wiedervereinigung schließlich neue Begegnungen und auch neue Freundschaften entstanden sind.
00:21:51: Was haben euch denn diese Gespräche mit den Zeitzeugen gezeigt?
00:21:55: Ihr wart ja alle zurzeit der Wiedervereinigung noch gar nicht auf der Welt, welche Geschichten sind euch da besonders im Gedächtnis geblieben?
00:22:03: Also davor wie kann es nur so von Lehrerinnen, die uns zu Sachen erzählt haben aber das war auch was anderes
00:22:12: von
00:22:13: Leuten zu hören dabei waren.
00:22:16: So zum Beispiel, wie Bären schon gesagt hat das mit dem Banane dass ich zum Beispiel jetzt konnte ich gar nicht so realisieren weil wie schon Bäring gesagt hat in dieser Zeit ist ja völlig normal man geht einen Supermarkt rein kauft sich ein paar Bananen so aber früher so drei Stunden für eine Banane zu stehen Das war echt krass für mich.
00:22:30: Nicht alles kriegen können!
00:22:31: Nicht alles konsumieren können was man möchte.
00:22:34: Ja es kommen sich heutzutage gar nie mal vorstellen.
00:22:37: Fällt euch noch etwas ein?
00:22:38: Uns hat auch sehr beeindruckt, wie Dr.
00:22:41: Vogue uns davon erzählt hat, wie nach der Grenzöffnung sich so
00:22:45: viel
00:22:45: verändert hat – politisch und generell die Beziehung zwischen den beiden Städten.
00:22:50: Die ganzen alten DDR-Regeln wurden ja dann von den neuen Gesetzen quasi überschrieben.
00:22:57: Und da hatte er glaube ich auch sehr viel zu kämpfen und das hat uns selber eindruckt!
00:23:00: Ich behaupte jetzt einfach mal aus meiner Sicht, dass die, die diese Grenze noch erlebt haben wahrscheinlich immer noch das Gefühl haben wenn sie zwischen Neustadt und Sonneberg hin- und herfahren.
00:23:08: Dass sie nach wie vor in irgendeiner Form über eine Art Grenze fahren und vielleicht immer noch ein bisschen zwei Welten auch wenn natürlich sehr viel durch die Städtepartnerschaft passiert ist usw.
00:23:17: Und man sich sehr angenehert hat viel zusammen macht und so.
00:23:21: Habt ihr da auch so ne Art Empfindung gehabt oder ist es für euch völlig Normalität?
00:23:25: Ist interessant mal junge Leute zu fragen!
00:23:28: Also bei mir war es so, da wir jetzt gefilmt haben, sag ich mal.
00:23:32: Es war schon so ... Natürlich, man muss dann überlegen, okay hier wurde Leute erschossen.
00:23:38: So Leute haben versucht, über die Mauer zu gehen und danach wurden da halt Leute erschossen und alles drum und dran.
00:23:45: Das war schon
00:23:46: krass,
00:23:46: finde ich so.
00:23:47: Aber empfindet man das heute?
00:23:48: Habt ihr noch ein Gefühl von dort oder ist es für euch normal?
00:23:53: Normal!
00:23:56: Für mich ist es auch eigentlich komplett normal.
00:23:58: Also an dem Zeitpunkt, bei dem wir gefilmt haben diese Spannung in der Luft zu wissen dass da Leute gestorben sind war schon also für mich was krass weil für mich ist das Normalität einfach darüber zu laufen und mal kurz etwas von Markov zu holen.
00:24:13: Wo habt ihr genau gefilmt?
00:24:15: Wir haben natürlich einmal bei der gebrannten Brücke gefilmet und ansonsten die Interviews haben wir in der Bildungsstätte in der deutscher Grenze gefilmed Und ansonsten hatten wir eigentlich immer dieselben Drehorte.
00:24:29: Wir haben uns aber trotzdem irgendwie bemüht, irgendwo ein schönes Bild rauszusuchen weil es sollte ja trotzdem nicht so steril wirken sag ich mal.
00:24:38: Es ist bei dir auch so dass du aus deiner Sicht in deinem Alter sagst Neustadt Sonneberg für mich ist da keine Grenze?
00:24:46: Nein vor allem weil ich ein paar Sonneberger Freunde hab und wenn ich dann darüber lauf
00:24:51: fühlt sich
00:24:52: komplett normal an.
00:24:54: Habt ihr eine Botschaft, die ihr mit dieser Geschichte, mit diesem digitalen Ausstellungsraum und dem was ihr da zeigt vermitteln wollt?
00:25:02: So hoch die Mauer auch sein kann.
00:25:04: Man kann immer Freundschaften abschließen.
00:25:06: also egal was passiert ist erstens die Geschichte man vergisst sie nie und zweitens es können immer neue Chancen entstehen.
00:25:15: Naja also generell geht's in unserer Botschaft einfach drum.
00:25:19: Sonneberg und Neustadt gehen Hand in Hand Und seit vielen Jahren, Jahrzehnten.
00:25:25: am Anfang war es schwierig.
00:25:27: Es wurde immer besser, sagen auch beide Bürgermeister übrigens Der damalige Oberbürgermeist hat das mit Schulnoten ausgedrückt Ebenso der Bürgermaster aus Sonneberg und beide kamen zum Entschluss dass die Schulnotend immer besser werden.
00:25:39: Das ist das was wir zeigen wollen.
00:25:41: Es wird immer besser.
00:25:42: Wir gehen gemeinsam Hand in Hand in eine gute Zukunft.
00:25:44: Naja und wir haben's ja schon verraten.
00:25:47: Es gab dann für alle plötzlich eine ziemlich erfreuliche Nachricht, mit der erst mal niemand gerechnet hatte.
00:25:54: Eine Einladung nach Berlin!
00:25:56: Wer gibt's gleich?
00:25:57: Ja ich muss aber ganz schnell was zitieren, was gerade reingekommen ist per WhatsApp nämlich die Nachricht von einer Mama, eines Jungen der auch oft in der Jugendpflege in Neustadt mit im Team ist sozusagen.
00:26:10: Mit dabei ist und die hat uns geschrieben Hallo liebes Radio-Einsteam.
00:26:14: wir sind mega stolz auf unseren Alex den Jugendpfleger und auf die Kids.
00:26:19: wirklich eine irre Leistung wenn man hört was da alles dahinter steckt.
00:26:23: ich möchte aber auch erwähnen dass Alex in neustadt für die Jugend einfach megafiel macht und wie eben dafür sehr dankbar sind und ich glaube das darf Namen aller Eltern, deren Kids oder Teenager ins Juts gehen sagen.
00:26:36: Ein großes Dankeschön aus Neustadt!
00:26:44: Halleluja!
00:26:45: Weiter unser Thema hier bei Radio Eins im Sonntags Talk – das wunderbare Jugendprojekt das weit über unsere Region hinaus Beachtungen gefunden hat.
00:26:56: Das Jugendprojekt aus Neustadt, eine digitale Ausstellung über die ehemalige Grenzregion zwischen Neustatt und Sonneberg.
00:27:04: Jugendliche vom Jütz in Neuestadt haben sich damit wirklich Beachtung erarbeitet gehören zu den besten Projektgruppen Deutschlands.
00:27:14: Als ihr Projekt abgegeben hatten nach Berlin geschickt hatten dann hieß es erst mal warten Wochen lang warten und niemand wusste, wie die Jury entscheiden würde.
00:27:40: Berlin!
00:27:41: Wir fahren nach Berlin und ich stehe auf.
00:27:44: Ich lache erst mal, ich gehe zu meiner Mama, wir haben es geschafft, wir gehen nach Berlin.
00:27:48: Da habe ich in die Gruppe geschrieben auf Instagram.
00:27:51: Du warst der Anrufer?
00:27:52: Und wieso hast du das schon gewusst?
00:27:53: Ich glaube da hat sie nicht auf ihr Handy geguckt oder sie war einfach beschäftig, ich weiß.
00:27:58: Ich war in meinem Zimmer und da der Alex entspann mich in die Grupperin geschickt und am Anfang hat er sich wirklich angehört als ob wir's nicht geschafft hätten.
00:28:07: Anfang hat es wirklich so angehört und ich dachte, scheiße.
00:28:10: Und dann hat er gesagt, wir fahren nach Berlin?
00:28:14: Genau da!
00:28:14: Ich hab die Sprachnachricht abgebrochen, habe Ehren angerufen ...
00:28:18: Äh, ich hab auch nur Sprachennahre bekommen.
00:28:20: Zwar nicht über denselben Chat aber ich hab mir diese Sprachannahre gehört und normalerweise hasse ich lange Sprachanrichten.
00:28:27: Als es dann hieß, wir fahrt nach Berlin runter zu den Eltern und die sind glaube ich noch mehr ausgeflippt als ich.
00:28:33: Und dann, also erst mal große Freude natürlich Jubel-Jubel.
00:28:37: Allen Mitteilen mit allen Feiern und was war denn der Plan?
00:28:40: Also warum war Berlin überhaupt so dieses angestrebte Ziel?
00:28:45: Also Berlin ist eine komplett andere Stadt als Neustadt natürlich.
00:28:48: Ehrlich!
00:28:49: Also andere Menschen... Also für mich war auf jeden Fall das Wichtigste.
00:28:53: Shoppen natürlich.
00:28:54: Also dort gibt es so viel zum
00:28:56: shoppen,
00:28:57: Mall of Berlin oder so.
00:28:59: Ich weiß, es gibt so viele einfach.
00:29:01: Man muss auch sagen, dass wir die Gruppe uns sehr gut verstanden haben.
00:29:06: Und zum Beispiel ist jetzt was anderes wenn man mit der Klasse nach Berlin geht weil da gibt es ja immer ein zwei drei Leute so und ich war diese Freude einfach da.
00:29:17: Wie schon Bering gesagt hat ... Es ist einfach Berlin!
00:29:20: Ihr seid zu dieser Preisverleihung ins Bundesfinanzministerium in Berlin und habt noch nicht gewusst?
00:29:27: Welchen Platz ihr habt, oder?
00:29:28: Sondern ihr wusstet nur.
00:29:29: Ihr gehört zu den Top-Dreißig oder irgend so was.
00:29:32: und dann...
00:29:33: Wir wussten also es war klar entweder wir sind dritter, zweiter oder erster
00:29:37: Und die haben das so quasi vorgestellt dass die dritten Plätze alle an der Wand gestanden haben Also die Projektnamen und somit für uns klar war wenn wir da nicht stehen Sind wir zweiter Oder Erster.
00:29:51: Für mich war das so lustig und so schön, wie die Jugendlichen alle dort gestanden haben.
00:29:55: Und gezählt und geguckt wo sind wir?
00:29:58: Wo sind wir unter Jugendlichen?
00:30:00: also das dann so realisiert haben dieses Gränsen auf dem Gesicht Das war wunderschön.
00:30:04: in dem Moment war ja auch unser jetziger Oberbürgermeister Dominic Weihike und Werra Weißbrot ebenfalls mit vor Ort.
00:30:11: Wir haben alle gezielt und alle geguckt.
00:30:13: Es war so schön diese Gesichter zu sehen von den Jugendlichen.
00:30:16: Wie stolze.
00:30:16: dann waren wir
00:30:17: ein bisschen zweit.
00:30:18: Man hätte
00:30:20: ja auch noch erster werden können.
00:30:22: Als dann der zweite Platzdurchstand stand, war das super!
00:30:25: Ich war damit mega zufrieden... ich wäre auch ehrlich gesagt mit einem Drinnplatz zufriedengewesen weil es klasse ist überhaupt als Jugendzentrum so weit zu kommen.
00:30:31: wir waren übrigens das einzige Jugendcenter dass dabei war.
00:30:34: Es waren nur Schulen und davon siebzig Prozent Gymnasien.
00:30:37: Wir
00:30:38: sind alle so Hand in Hand da hingelaufen Und wir sind auf die Bühne gegangen und hat die Jury uns erklärt warum wir dann ausgezeichnet wurden?
00:30:46: Dann hab' der gejubelt.
00:30:47: Auf der Bühne?
00:30:47: Auf der bühne glaub ich, ja doch auf der Bähne auch und auch im Hotel also eigentlich fast überall.
00:30:53: Wille Party Nacht oder wie war das dann?
00:30:56: Ja, auf jeden Fall Wir waren sehr lange wach.
00:30:59: Ich bin normalerweise sehr früh im Bett.
00:31:00: Deswegen hat's mich ein bisschen mehr mitgenommen glaube ich.
00:31:04: Aber die Jungs haben mich schon durchgeholt durch.
00:31:07: die Nacht War sehr lustig.
00:31:09: Ich glaube, wir waren danach bis vier Uhr wach oder so und wir konnten einfach nicht einschlafen mit den Gedanken okay... Wir wurden von wie viel?
00:31:16: Dreihundert irgendwas?
00:31:18: Teams sag ich jetzt mal, wir wurden einfach zweiter, das war echt krank!
00:31:21: Was war der Preis am Ende?
00:31:23: Einen Tausend Fünfhundert Euro haben wir gewonnen.
00:31:25: Was macht er damit?
00:31:26: Das haben wir schon gut investiert, würde ich sagen.
00:31:29: Wir haben uns einen unfassbar riesen Fernseher gekauft, sowas ist normalerweise nicht ein Pitché aber das haben wir uns gegönnt.
00:31:36: Und dazu noch eine Anlage, der Hintergrund ist.
00:31:39: Wir haben nämlich noch eine Slashe-Eismaschine dazu gekauft.
00:31:41: Wir machen jetzt einfach Movie Nights mit Slasche Eis und setzen uns vor der Ferse also wie im Kino quasi und haben jetzt unser eigenes Kino geschaffen – für immer!
00:31:50: Menschen aus der Region Der Talk bei Radio Eins.
00:31:54: Da haben wir heute Jugendliche aus Neustadt bei Koburg kennengelernt die wirklich mit viel Herzblut die Geschichte der ehemaligen Grenze zwischen Neustadt und Sonneberg so ein bisschen aufgearbeitet haben.
00:32:05: Mit ihrer digitalen Ausstellung, die es im Netz zu sehen gibt sind sie bundesweit ausgezeichnet worden aber vielleicht ist der eigentliche Gewinn ein ganz anderer als das zweite Platz in Berlin.
00:32:19: Was nehmt ihr mit?
00:32:20: Aus diesem Projekt, wenn man so was geschafft hat.
00:32:23: Wenn man sich durchgesetzt und toll zusammengearbeitet hatte, gefroren und sein Bett vermisst hat... Was nehmt ihr mit?
00:32:31: Ich denke jetzt mal groß für euer weiteres Leben!
00:32:33: So, was ich auf jeden Fall mitnehmen kann, man kann alles erreichen.
00:32:37: Weil wirklich, ich bin ehrlich ... Ich hätte nie gedacht, dass wir zwei da wären.
00:32:41: Niemals!
00:32:44: Wenn man so eine tolle Freundesgruppe hat, kann man alles schaffen.
00:32:48: Wir haben so schön zusammengehalten und es war echt lustig mit denen.
00:32:53: Was ich gelernt habe, egal wie bitter es auch manchmal ist ... wenn du's durchziehst macht das sich auch bezahlt.
00:32:59: Also lange Nächte opfern ist trotzdem irgendwo rentabel.
00:33:04: So wie ihr da jetzt strahlt und wie ihr irgendwie sagt, das hat uns so zusammengeschweißt oder wir waren schon vorher dicke Freunde.
00:33:12: Vielleicht kann man andere noch mal ein bisschen motivieren.
00:33:14: also ich meine es gibt immer wieder Wettbewerbe.
00:33:16: es gibt auch immer wieder Möglichkeiten sich zu beweisen irgendwas gemeinsam zu erarbeiten.
00:33:20: warum lohnt sich's aus eurer Sicht?
00:33:22: Sprecht mal in Richtung anderer Jugendlicher.
00:33:24: warum lohnen sich sowas zu machen?
00:33:26: Also wirklich das war wirklich eine sehr schöne Zeit.
00:33:30: Ich würde einfach nur jeden weiter empfehlen Bei solchen Projekten soll ich das mal mitzumachen.
00:33:34: Man lernt viel dazu, man findet neue Freunde.
00:33:37: Zum Beispiel wir haben ein paar Jungs in Berlin kennengelernt von denen.
00:33:41: Wir haben uns so Dienemarken ausgetauscht und so sendet, Junks und so... Also ich würde es wirklich einfach jedenweit empfehlen.
00:33:47: Und auch wieder machen?
00:33:48: Hundert Prozent!
00:33:49: Du hast auch was Schönes zu erzählen.
00:33:51: Das kannst du jedem erzählen, wenn du mal neu irgendwo eine Freundschaft schließt oder so.
00:33:56: Und der eine ... Ich fahr heute nach Berlin und dann sagst du, da war ich auch schon!
00:34:01: Und du erzählst dann, dass du auch mal irgendwo was gewonnen hast?
00:34:04: Und das ist ein wunderschönes Gefühl.
00:34:07: Stärkt es auch das Selbstbewusstsein?
00:34:09: Oh ja sehr.
00:34:10: Weil wenn ich meine Urkunde zu Hause anschaue, dann sehe ich, dass ich etwas erreicht haben konnte.
00:34:16: Ja, also ich bin eigentlich auch allen hier stolz, die mitgemacht haben.
00:34:20: Und was sagst du in Richtung
00:34:21: anderer Jugend?
00:34:22: Mach das auch Leute!
00:34:23: Ich finde es voll schön... Also auch wenn man verliert sieht halt man hat was versucht und man kann trotzdem auch sich stolz sein.
00:34:33: Wenn ihr gewinnt dann ist halt
00:34:34: schön.
00:34:34: Man hat bei euch allen jetzt rausgehört, dass ihr wirklich mit großer Leidenschaft und großer Begeisterung an diesem ganzen Projekt dran wart.
00:34:42: Und ihr habt mir das Signal gegeben, dass Ihr da noch mal jemanden Danke sagen wollt, ne?
00:34:46: Eurem Jugendpfleger!
00:34:49: Also ja... Der Alex, ich glaube ohne ihn hätten wir es niemals so weit geschafft.
00:34:55: Wir haben viele Arschtritte gebraucht aber er hat uns immer motiviert und dafür bin ich ihm sehr dankbar.
00:35:01: Ich glaube ohne Alex eine humorvollen, strengen Art hätten wir nicht wirklich vieles gemacht.
00:35:07: Wir waren schon manchmal ein bisschen ... Ja also es war lustig!
00:35:11: Auch
00:35:11: beim Schneiden als ich dann irgendwann schon fast... Also das war ja kein Burnout aber ich habe mich schon so labrisch gefühlt.
00:35:17: und der Alex hinter mir, komm Linus, das machen wir jetzt noch und dann sind wir fertig und es war sehr schön.
00:35:24: Jetzt müssen wir noch erklären.
00:35:26: für die, die jetzt neugierig geworden sind.
00:35:28: Gerade aus dem Raum Neustadt Sonneberg kann man sich das dann überhaupt auch anschauen!
00:35:32: Also kann man das auch mal miterleben und gucken was ihr da eigentlich erarbeitet habt?
00:35:38: Es kann man auf der Internetseite der Stadt Neustart finden einfach www.neustart-bei-kurburg.de.
00:35:44: Und dann slash heißt es ja Umbruchszeiten Und dann findet man das, oder man gibt es halt einfach in Google einen und schreibt dahinter Umbruchszeiten.
00:35:51: Dann gibts den Link direkt zum drei D Raum und dort kann man sich das alles in Ruhe nochmal anschauen und dann weiß man auch mehr über was wir gerade geredet haben.
00:35:59: Und du Alex bist du jetzt auch motiviert demnächst mal wieder in irgendeinen anderen Wettbewerb einzusteigen?
00:36:05: Also definitiv vor allem schön wenn ich das abschlussmäßig noch einmal sagen darf mir hat es auch viel Spaß gemacht.
00:36:11: natürlich hängt da viel dran viel auch organisationstechnisch.
00:36:15: Die Nachricht, wir gehen nach Berlin.
00:36:17: Ich würde sie jederzeit wieder machen.
00:36:19: Es war eine coole Zeit vor allem.
00:36:21: Lern ich so die Jugendlichen auch noch mal besser kennen?
00:36:23: Wir waren so oft in den Zeiten zusammen.
00:36:26: Wir haben Samstag zusammen verbracht und gegessen.
00:36:29: Wir sind zusammen gechillt und gearbeitet.
00:36:32: Das schweißt schon zusammen!
00:36:34: und macht unfassbar viel Spaß.
00:36:36: Und jetzt guckt er auf eurem großen Fernseher gemeinsam.
00:36:38: tolle Filme, sehr schön!
00:36:40: Super Glückwunsch nochmal!
00:36:42: Ich bin gespannt was man noch von euch hören können vielleicht in den nächsten Jahren?
00:36:46: Weil weiß, weil weiß Angefix-Zeiter auf jeden Fall alle, ne?
00:36:49: Vielen Dank Ja und ich kann einfach nur nochmal ganz weit den Daumen nach oben strecken und sagen Ganz großartig was sie da in Neustadt geleistet haben Von wegen planlose Jugend Die haben echt etwas drauf.
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